Der Ursprung der heutigen Familie Bac(k)meister

Von Friedrich Bacmeister

Der Name Bacmeister lässt sich zwischen 1284 und 1399 in etwa hundert Urkunden der damals bedeutenden Reichsstadt Goslar nachweisen.

(Mehr über die Backmeisters in Goslar hier)

 

Alle heutigen Familienmitglieder sind über dem Prof theol. Lucas Bacmeister miteinander verwandt, der 1530 (in der Hansestadt Lüneburg) in die Wirren der Reformationszeit geboren wurde, in Wittenberg studierte, 1562 in Dänemark Johanna Bording, Tochter einer Italienerin und eines Arztes aus Antwerpen heiratete und dann in Rostock mit David Chyträus und Simon Pauli die Universität zum Blühen brachte und in Norddeutschland die Reformation festigte.

(Mehr über Lucas Bacmeister hier)

 

Die mecklenburgische Gelehrten- und Pastorendynastie scheint inzwischen ausgestorben; zwei Söhne von Lucas kehrten als Arzt bzw. Stadtsyndicus nach Lüneburg zurück, die Kinder des letzteren wurden durch den 30jährigen Krieg teils nach Württemberg verschlagen – ein Arzt aus der nächsten Generation begleitete die Fürstentochter zu deren Hochzeit nach Aurich und wurde dort wichtigster Berater der Circena-Fürsten (Stämme I und II); die Württemberger (Stämme II und IV) waren über Genera­tionen ebenfalls Pastoren.

(Mehr über die Entwicklung der Stämme hier)

 

Im Welfen-Land gebliebene Bacmeister (hannoversche Linie: Stämme V bis IX) studierten Jura und wurden Hofräte in Celle oder Richter, später Beamte, ab dem 18. Jahrhundert auch Offiziere. Dem Vernehmen nach führte schon die Goslarer Familie ein Wappen; 1496 soll dieses durch die Braunschweiger Welfenherzöge vermehrt worden sein und enthält seither gekreuzte Backschaufeln und (über?) 2 Kleeblättern.

(Mehr über unser Wappen hier)